Montag, 6. März 2017

Ein Weg des Verstehens

Ich möcht hier in zehn Punkten einen mögliche Weg des Verstehens aufzeigen. Sicher, alles Was mit Religion und Spiritualität zu tun hat, lässt sich nicht allein mit dem Verstand erfassen. Doch gerade der moderne, aufgeklärte Mensch unserer Zeit benötigt Futter für den Verstand. Mit einem "Das muss man halt glauben" kann er überhaupt nichts anfangen und wendet sich vom Thema ab.

Die zehn Punkte geben den Weg wieder, den ich gegangen bin. Es ist keineswegs der einzige möglich Weg.

Unsere Wahrnehmung


 

Die Grundfragen

Wenn Menschen sich mit Religion/Spiritualität beschäftigen, stellen sie häufig folgende Fragen:

Gibt es Gott überhaupt? Ja oder nein?
Und wenn es ihn gibt, wie ist Gott?
Was bedeutet es für mich, wenn es ihn gibt?
Brauche ich dann Religion und Kirche und muss irgendwelchen Regeln folgen?
Und was bedeutet es für mich, wenn es ihn nicht gibt?
Wo komme ich her?
Wo gehe ich hin?
Warum bin ich hier? Was soll das Ganze hier überhaupt?
Was passiert mit mir nach dem Tod?
Hat das Leben einen Sinn?
Wie ist das mit anderen Religionen?
Wäre der Buddhismus nicht eher was für mich?
Was ist mit Esoterik? Funktioniert das?
Wo finde ich Antworten?

Darüber hinaus entstehen schnell weitere Fragen:

Wenn es so etwas wie Gott gibt, gibt es ihn als Person?
Oder gibt es eher so etwas wie ein intelligentes Universum?

Wer sich mit dem Christentum beschäftigt, stellt oft diese Fragen:

Wie ist das mit Jesus? War der wirklich Gottes Sohn?
Ist Jesus wirklich auferstanden? Oder sind das nur fromme Geschichten?
War Maria wirklich Jungfrau? Kann doch nicht sein.
Sind wir Sünder? Warum erzähl die Kirche mir das? Ich bin jedenfalls kein Sünder.
Ist die Bibel wahr?
Hat Jesus wirklich Wunder bewirkt?
Wirken Gebete tatsächlich?
Warum hat die Kirche in ihrer Geschichte so viele Gräueltaten begangen?

Wer sich mit der katholischen Version des Christentum beschäftigt, stellt sich weitere Fragen:

Was soll diese rigide Sexualmoral?

Warum gibt es den Zölibat?
Warum dürfen Frauen nicht Priester werden?
Können verstorbene Heilige wirklich Wunder bewirken?
Was passiert eigentlich in Lourdes? Ist das wirklich wahr? Gibt es Wunder?


Was mich bewegt:

 Diese Fragen begangen vor ca. zwölf Jahren mich zu beschäftigen. Gibt es wirklich eine "jenseitige" Wirklichkeit? Oder gar die Existenz eines göttlichen Wesens? Sind die Dinge ganz anders, als ich es bisher annahm? Und was ist überhaupt "wirklich"?
Sicher, es gibt merkwürdige Dinge. Paranormale Erscheinungen haben mich schon in der Jugendzeit fasziniert. Doch es könnte ja durchaus Erklärungen geben, die wir heute noch nicht kennen.
 
Meine Neugier führte mich auf eine Reise quer durch Forschungen im Grenzbereich von Wissenschaft und Spiritualität. Ich beschäftigte mich mit allerlei spirituellen Lehren und Systemen, Esoterik, religiösen Systemen, christlicher Theologie und Mystik, Quantenphysik, Religionspsychologie. Ich erlebte dabei allerlei merkwürdige Dinge. Ich bin kein „Esoteriker“ geworden, ich habe dabei habe allerdings gelernt, meine christlichen Wurzeln und auch die Idee eines personalen Gottes als inneres Gegenüber wertzuschätzen. Ich merkte, dass mein Wissen über das Christentum a) ziemlich gering und b) überwiegend falsch war.

Ich bin von Natur aus mit einem hohen Maß an Klarheit und Unterscheidungsvermögen ausgerüstet und außerdem ein hervorragender Beobachter. Das bewahrt mich davon, allzu schnell irgendeinem Hokuspokus auf den Leim zu gehen.

Ich merkte recht bald, dass das Themenfeld Religion, Glaube, Spiritualität und Esoterik sehr komplex ist. Da gibt es keine einfachen Erklärungen und Lösungen und auch keine simplen Gewissheiten. So gerne wir sie auch hätten. Ich interessierte mich mehr für Gemeinsamkeiten statt für Gegensätze und blieb dabei in der Lage, Unterscheidungen zu treffen.
Ich fand an vielen Stellen Puzzleteilchen, die sich letztlich zu einem für mich stimmigen Gesamtbild zusammengefügt haben. Und selbst dafür gibt es keine absolute Gewissheit.



Mittwoch, 1. März 2017

Am Anfang: Über diesen Blog

Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Warum bin ich überhaupt hier? Was ist diese Welt eigentlich? Was ist Glück? Gibt es Gott? Was kann ich glauben? Solche Fragen stellen sich zur Zeit sehr viele Menschen.

„Ich würde ja gerne an Gott glauben“ sagen manche. „Aber wie kann ich das? Und woran soll ich da überhaupt glauben?“

Gerade (post)moderne, post-materielle, aufgeklärte Menschen verspüren heute eine spirituelle oder religiöse Sehnsucht. Manche haben das Gefühl, nicht wirklich lebendig zu sein, sie spüren, dass das Leben doch noch mehr zu bieten haben müsse. Sie haben eine Ahnung, dass da „etwas“ sein muss.

Diese Menschen haben sich aus guten Gründen von Traditionen und Religionen gelöst. Damit sind sie zwar frei, können aber in ein Vakuum von innerer Leere, Sinnlosigkeit und Antriebslosigkeit hineinfallen. Manche füllen diese Lücken mit äußeren Erfolgen, Macht, Ansehen, materiellem Besitz und erleben, dass sie dies auf Dauer doch nicht trägt, insbesondere nicht bei auftretenden Lebenskrisen.

Der Sehnsucht folgen
Die spirituelle Sehnsucht geht größtenteils an den etablierten Kirchen vorbei – von Ausnahmen abgesehen. Die Menschen suchen in einem mittlerweile riesigen „spirituellen Supermarkt“ und ein ganzes Holy-Business kann da zum Teil recht gut von leben. Ob die Bedürfnisse wirklich befriedigt werden und Antworten auf die Grundfragen des Lebens gefunden werden ist eher zu bezweifeln.

Fragen und Antworten
Die Antworten auf die Grundfragen des Lebens Fragen hängen sehr davon ab, wen man fragt. Wer sich auf einer spirituellen Suche befindet, möchte jedoch kein festes Glaubensgebäude oder esoterisches System übergestülpt bekommen. Der (post)moderne oder postmaterielle, aufgeklärte, skeptische und zugleich neugierige Mensch möchte zunächst einfach nur Antworten auf seine Fragen. Und fühlt sich dabei oft als Puzzle-Spieler.

Wer andererseits selbst in einem religiösen System verwurzelt ist, hat vielleicht nicht immer einen klaren Blick auf die Fragen und Bedürfnisse der modernen Sucher.